Einreisequarantäne

I. Bestehende Reisewarnung oder Einreisequarantäne vor dem Abflug bzw. Abreise in das Ausland (private Reise)

Die Regelungen für Personen, die nach einer Reise ins Ausland wieder in Deutschland bzw. Niedersachsen einreisen, ergeben sich aus der Niedersächsischen Quarantäne-Verordnung in der jeweils gültigen Fassung. Jede Person ist verpflichtet, die Regelungen der Verordnung zu kennen und einzuhalten.

Für den Fall der verpflichtenden Selbstisolation bzw. angeordneten Quarantäne erfolgt eine Entgelt-/Besoldungszahlung nur für den zeitlichen Anteil Ihrer Arbeit, der im Homeoffice erledigt werden kann. Können Sie Ihren Arbeitsplatz nicht im Homeoffice wahrnehmen, entfällt der Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Zeit der behördlich festgelegten Quarantäne bzw. der festgelegten Selbstisolation. Eine Entschädigungsleistung nach dem Infektionsschutzgesetz ist ebenfalls nicht gegeben.

Das Fernbleiben vom Dienst muss mit dem Vordruck „Corona – Mitteilung Abwesenheit und Freistellung“ der Personalabteilung gemeldet werden. Sie können anstatt einer Freistellung ohne Entgelt bzw. Bezüge auch Erholungsurlaub beantragen oder Zeitausgleich nehmen.

In § 1 Abs. 7a der Nds. Quarantäneverordnung ist

  • für Personen mit einem Wohnsitz und Arbeitsverhältnis in Niedersachsen,
  • die zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit nach Niedersachsen zurückkehren
  • von einem Besuch von Verwandten ersten Grades, der Ehegattin, des Ehegatten, der Lebensgefährtin oder des Lebensgefährten im Ausland

eine Testung durch die*den Arbeitgeber*in vor der Wiederaufnahme der Tätigkeit vorgesehen, wenn Sie aus einem vom RKI festgelegten Risikogebiet einreisen, es sei denn, Sie haben sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem Virusvarianten-Gebiet i.S.d. § 3 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 der CoronaEinreiseV, in dem bestimmte Varianten des Coronavirus verbreitet aufgetreten sind, aufgehalten oder zeigen typische Symptome einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-Cov-2 wie Husten, Fieber, Schupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust, dann haben Sie sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne (Absonderung) zu begeben.

Sofern Sie diese Voraussetzungen erfüllen, ist das weitere Vorgehen bzw. Handeln davon abhängig, ob Sie einen homeofficegeeigneten oder nicht homeofficegeeigneten Arbeitsplatz ausüben.

a) Homeofficefähiger Arbeitsplatz

Sie begeben sich direkt nach der Ankunft in Deutschland für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Sofern Sie keinen Urlaub in Anspruch nehmen, arbeiten Sie ausschließlich im Homeoffice. Ihre Führungskraft informieren Sie vor der Reise in ein Risikogebiet und sprechen die entsprechenden Folgen für die Ausübung Ihres Arbeitsplatzes ab.

Sofern Sie innerhalb der 14 Tage Krankheitssymptome zeigen, gehen Sie bitte unbedingt zum Arzt bzw. in ein Testzentrum.

Die häusliche Quarantäne endet gemäß § 2 der Nds. Quarantäne-Verordnung für eine Person, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise nicht in einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet im Sinne des § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 oder 2 der Coronavirus-Einreiseverordnung aufgehalten hat, frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise, soweit Sie ein negatives Testergebnis aufgrund einer molekularbiologischen Untersuchung in Papierform oder in einem elektronischen Dokument vorweisen können.

b) Nicht homeofficefähiger Arbeitsplatz

Sie begeben sich direkt nach der Ankunft in Deutschland in häusliche Quarantäne. Für einen Testtermin wenden Sie sich zudem umgehend an die UMG – die entsprechenden Kontaktdaten werden umgehend nachgereicht, bis dahin melden Sie sich bitte beim zentralen Coronapostfach (cv-info@uni-goettingen.de). Erst nach Vorliegen eines negativen Testergebnisses dürfen Sie die Arbeit in der Universität wiederaufnehmen.

Für die Zeit bis zum Erhalt des Testergebnisses nehmen Sie entweder Urlaub oder Sie sind ohne Entgelt freigestellt. Eine Entschädigungszahlung nach Infektionsschutzgesetz erhalten Sie nicht. Die unbezahlte Freistellung ist mit dem Vordruck „Corona – Mitteilung Abwesenheit und Freistellung“ bei der Personalabteilung anzuzeigen. Ihre Führungskraft informieren Sie vor der Reise in ein Risikogebiet und sprechen die entsprechenden Folgen für die Ausübung Ihres Arbeitsplatzes ab.

II. Während des Urlaubs ausgesprochene Reisewarnung oder Einreisequarantäne
Wird erst während Ihrer Urlaubsreise Ihr Zielgebiet als Risikogebiet nach RKI eingestuft, gelten die zuvor unter Ziffer I. genannten Regelungen ebenso. Eine Ausnahme ergibt sich nur darin, dass für den Zeitraum der Selbstisolation bzw. für die Zeit bis zu einem negativen Testergebnis bei nicht homeofficefähigen Arbeitsplätzen eine Entschädigungszahlung nach Infektionsschutzgesetz geleistet werden kann. Hierfür ist zwingend der Vordruck Corona – Mitteilung Abwesenheit und Freistellung“ bei der Personalabteilung einzureichen.

III. Reisewarnungen im Inland
Bisher weist die Nds. Coronaverordnung sowie die Niedersächsische Quarantäne-Verordnung keine direkten besonderen Regelungen für deutsche Risikogebiete auf. Sofern dies im Laufe der Zeit erfolgt, gelten die gleichen Regelungen wie für das Ausland.

IV. Dienstreisen

Die Niedersächsische Quarantäne-Verordnung findet auch Anwendung bei der Einreise nach Dienstreisen. Sollte die Rückkehr durch weitere Bundesländer erfolgen, haben Dienstreisende sich über mögliche (anderslautende) Einreisevorschriften selbst zu informieren

#5 19.02.2021